Artikel vom 23.07.2020

Antrag auf BMWi-Überbrückungshilfe 2020: Sorgsam mit Steuergeldern umgehen



Aus für zahlreiche Unternehmen? Berlin will sie über die nächsten Monate und damit vor der Pleite retten. 24,6 Milliarden Euro schwer ist die neue BMWi-Überbrückungshilfe 2020, die maßgeschneiderte Browserlösung für die Antragstellung liefert die Schufa®*. Was ist beim Antrag auf Überbrückungshilfe zu beachten?

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Kein Unternehmen dürfe unverschuldet in Not geraten, weil es seine Fixkosten nicht zahlen könne. Denn Kredite seien derzeit keine Option, da nicht klar sei, inwieweit sich Umsatzausfälle später hereinholen ließen. Die neue Überbrückungshilfe als branchenübergreifendes Bundespaket, geschnürt für die Zeit von Juni bis August 2020, soll bei den betrieblichen Fixkosten unter die Arme greifen - je nach Umsatzeinbruch mit bis zu 80 Prozent und 150.000 Euro für drei Monate. Bis zum 31. August können kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Freiberufler sämtlicher Wirtschaftsbereiche Überbrückungshilfe beantragen - von Restaurant bis Reisebüro. Dazu zählen auch coronagebeutelte gemeinnützige Firmen und Organisationen wie Jugendbildungs- oder Familienferienstätten. Bei diesen wird nicht auf Umsatz, sondern Einnahmen inklusive Spenden und Mitgliedsbeiträgen abgestellt.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Allerdings hat man aus den Betrugserfahrungen der Vergangenheit gelernt: Verglichen mit den im April beschlossenen Corona-Soforthilfen von Bund und Ländern sind für das neue Überbrückungsgeld nun deutlich mehr Nachweise vorzulegen, eine Doppelbeantragung ist ausgeschlossen. Sprich: Wer z. B. im Juni Corona-Soforthilfen erhalten hat, kann für Juni keine Überbrückungshilfe mehr bekommen. Antrag stellen? Ab sofort nur noch über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer. Grundvoraussetzung für einen Anspruch ist ein Umsatzeinbruch aufgrund der Corona-Krise, verglichen mit 2019. Konkret muss der durchschnittliche Umsatz von April und Mai 2020 mindestens 60 Prozent geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres ausfallen. Weitere Bedingung: Auch für Juni bis August 2020 droht ein Umsatzminus. Sie haben nach April 2019 gegründet? Dann sind die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen. Gründung erst nach dem 31. Oktober 2019? Dann gehen Sie beim Überbrückungsgeld leider leer aus.

Was fällt unter Fixkosten?

Kosten für die private Lebensführung werden nicht gefördert - und auch Löhne und Gehälter nur mit 10 Prozent der Personalkosten (sofern sich die Mitarbeiter noch nicht in Kurzarbeit befinden). Azubis machen hier eine Ausnahme: Sie dürfen zu 100 Prozent angesetzt werden. Was fällt sonst noch unter Fixkosten? Z. B.

- Miete
- Strom
- Kreditzinsen
- Leasingraten
- Versicherungen
- Grundsteuer
- Lizenzgebühren
- Steuerberater-Kosten für den Antrag auf Überbrückungshilfe

Der Steuerberater prüft Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten. Liegt der Jahresabschluss aus 2019 noch nicht vor, kann auch auf Zahlen aus 2018 abgestellt werden. Eine Aufstellung der nötigen Unterlagen findet sich auf der Website der Bundessteuerberaterkammer.

Schufa®*-B2B-Fördergeldauskunft - was steckt dahinter?

Nach Antragstellung durch den Steuerberater muss spätestens bis 31. Dezember 2021 der Nachweis in Form einer Schlussabrechnung erfolgen. Im Antragsverfahren übermittelt der Steuerberater alle Informationen über eine digitale Schnittstelle direkt an die Bewilligungsstelle. Die Schufa®* Holding AG ist an der Umsetzung des aktuellen Förderprogramms direkt beteiligt: Eine vollautomatische Browserlösung, die die Antragstellung für den Steuerberater vereinfachen soll, ist auf die Auszahlung der BMWi-Überbrückungshilfe 2020 maßgeschneidert. Dabei verspricht das Instrument der Schufa®*-B2B-Fördergeldauskunft eine zügige, sichere Prüfung von Anträgen auf Überbrückungshilfe. Das Ziel: Missbrauch von Steuergeldern verhindern und die wirtschaftliche Lage von Unternehmen einschätzen. Denn die Schufa®*-B2B-Fördergeldauskunft liefert alle Stammdaten und Infos zur Firmen- und Inhaber-Identität und eine Sanktionsprüfung auf Knopfdruck. Diese Prüfung enthält u. a.:

- HR-Nummer, gesetzlichen Vertreter (1. Führungsebene), Inhaber, Kommunikationsdaten
- Insolvenz- und Schuldnerverzeichnisprüfung
- Existenzprüfung des Unternehmens (Gründung vor 1.4.2019)
- Sanktionsprüfung (Unternehmen und gesetzliche Vertreter)
- Überprüfung, ob Führungsebene bzw. Inhaber betrügerisches Verhalten bekannt ist (Fraud-Prävention)

Schufa®* bei Lösungen für staatliche Förderprogramme federführend

Steuerberater, die Mitglieder der DATEV eG sind, können besonders einfach auf relevante Informationen zugreifen. Wer führt all diese Informationen zusammen? Dies ist Sache der digitalen KYCnow-Plattform, dessen Hintergrund ein Jointventure von SCHUFA®* Holding AG und fino create GmbH bildet. Bereits im April war die Schufa®* bei einer Lösung für staatliche Förderprogramme federführend, die Kreditinstitute bei der Validierung von Kreditanträgen im Rahmen des KfW-Schnellkreditprogramms half - ein Instrument, das bislang von mehr als 700 Kreditinstituten zur Prüfung genutzt wurde.

Was, wenn mein Unternehmen verschuldet ist?

Sie gehören zu den Unternehmen, die sich gerade noch über Wasser halten können? Sie haben Steuerschulden nach der Betriebsprüfung und Corona erweist sich nun als Sargnagel? Fakt ist: Prinzipiell darf sich ein Antragsteller am 31. Dezember 2019 gem. EU-Definition nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben. Was ein "Unternehmen in Schwierigkeiten" (UiS) ist, ist also europarechtlich geregelt - und bedarf der Einzelfallprüfung. Beispiel: Eine GmbH mit einem Stammkapital von unter 50 Prozent kann zwar nicht die aktuelle Überbrückungshilfe, aber eventuell trotzdem bestehende Genehmigungsmöglichkeiten wie Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen in Form von Darlehen oder Darlehensbürgschaften als UiS erhalten. Sie sind erst durch Corona in Schwierigkeiten geraten? Fordern Sie eine Selbstauskunft in Form eines Bonitätsnachweises für 2019 bei der Creditreform®* an oder autorisieren Sie Ihren Steuerberater, eine B2B-Fördergeldauskunft für jenen Zeitraum bei der Schufa®* zu besorgen. Eine Anfrage, die keinen Einfluss auf die Bewertung Ihres Unternehmens - wie den Schufa®*-Score - hat.

Überbrückungsgeld zügig beantragen

Kleine und mittelständische Unternehmen, die die kommenden Monate überleben, starten neu durch, wenn die Wirtschaft wieder anspringt - so der Plan. Ein Konzept, das - nicht zuletzt durch Beteiligung der Schufa®* - all jene auszubremsen gedenkt, die sich zu Unrecht an staatlichen Fördertöpfen zu bereichern suchen. Antrag auf BMWi-Überbrückungshilfe 2020 jetzt stellen? Die Hilfen lassen sich seit Anfang Juli beantragen, Anträge sind spätestens am 31. August 2020 zu übermitteln. Steuerexperten raten allerdings zu zügiger Beantragung, da sich dieser Fördertopf schneller als gedacht leer könnte. Weitere Informationen zum Überbrückungsgeld finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums.

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