Artikel vom 27.10.2020

Creditreform®*-Umfrage: Corona dreht die Schuldenspirale



Die Zukunftsangst geht um: Jeder Vierte kann nicht zahlen, denn Corona bringt weite Teile der Bevölkerung in Einkommensnöte. Glücklich, wer noch in Kurzarbeit statt pandemiebedingt arbeitslos ist. Eine Umfrage der Creditreform®* brachte jetzt ans Licht: Über 15 Millionen deutsche Haushalte müssen den Gürtel enger schnallen.

Verbraucherbefragung: Mehr als ein Drittel der Haushalte abgerutscht

Im August 2020 befragten Creditreform®* Wirtschaftsforschung und Boniversum 1055 Verbraucher zwischen 18 und 69. Das Ergebnis: 37 Prozent der Haushalte sind durch Corona im Vergleich zu 2016 finanziell abgerutscht. Ein Fünftel davon beklagt Einbrüche zwischen 30 und 50 Prozent, acht Prozent liegen sogar darüber. Mehr noch: Ganze 28 Prozent der Befragten treibt die Angst um, in den kommenden zwölf Monaten Miete, Kredite oder Versicherungsbeiträge erst verspätet oder gar nicht zahlen zu können. Sorgen, die ganz besonders Menschen mit kleinem Einkommen und gescheiterte Selbstständige beschäftigen: Sie konnten kein finanzielles Polster ansparen, weil sie jeden Euro zum Leben brauchen. Doch Überschuldung trifft auch zunehmend die Mittelschicht.

Bei Lebenshaltungskosten sparen, Kredite stunden

55 Prozent der Umfrageteilnehmer - mehr als 22 Millionen deutsche Haushalte - schränken momentan ihren Konsum ein und versuchen, bei den Lebenshaltungskosten zu sparen. Elf Prozent stunden - auf Basis gesetzlicher Regelung bis 30. Juni möglich - bereits Raten für Auto, Haus und Konsumentenkredite. Ein Instrument, das laut Creditreform®* oft genutzt wurde - und Alarmzeichen dafür, dass am Ende des Budgets bei vielen inzwischen noch zuviel Monat übrig ist! Entsprechend sagen Finanzexperten der Creditreform®* einen schmerzhaften Anstieg überschuldeter Haushalte voraus, sollten die derzeitigen Einkommenseinbußen zum Dauerzustand werden.

Verschuldung: Stress pur - auch bei der Wohnungssuche

Aber auch subjektiv nimmt der Schuldenstress zu. Gaben bei der letzten Befragung im Herbst 2016 noch zehn Prozent zu, durch Schulden gestresst zu sein, kletterte dieser Wert jetzt auf elf Prozent. Kaum verwunderlich, schließlich ist negative oder nicht ausreichende Bonität faktisch Stress pur - zum Beispiel bei der Wohnungssuche auf einem derzeit extrem angespannten Markt. Unterlagen von Verdienstbescheinigung über Mietschuldenfreiheit bis zur Schufa®*-Selbstauskunft möchten potenzielle Vermieter am liebsten schon beim Besichtigungstermin sehen. Verschuldung macht sich schlecht, ein Passus in der Selbstauskunft, der garantiert, dass weder ein Insolvenzverfahren läuft, noch die Vermögensauskunft abgegeben wurde, wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Schließlich sollen Informationen wie eine Mieter-Selbstauskunft Garant für ein späteres verlässliches Mietverhältnis sein.

Wie schlimm steht es? Selbstauskunft anfordern

Wie ist es um Ihre Chancen auf dem Wohnungsmarkt oder Ihre Bonität insgesamt bestellt? Wer es genau wissen will, beantragt eine kostenlose Selbstauskunft nach §34 BDSG, um Klarheit über den eigenen Scorewert zu erhalten - und etwaige Irrtümer zeitnah richtig zu stellen. Kein gutes Gefühl, weil Sie bereits in der Schuldenfall sitzen? Schon vor Corona, in 2019, galten fast sieben Millionen Menschen in Deutschland als überschuldet. Überschuldung heißt, dass das Geld aus Lohn, Gehalt oder sonstigem Einkommen gerade für das Nötigste reicht. Aber nicht für Raten an die Gläubiger. Neue Kredite vereinbaren, um alte Schulden abzutragen? Postberge, die sich ungeöffnet stapeln, weil Sie längst den Kopf in den Sand gesteckt haben? Hemmschwellen, Hilfsangebote zu nutzen, gibt es viele - falsche Scham ist nur eine davon.

Kampf gegen Überschuldung aufnehmen

Wussten Sie, dass nur etwa bei einem Fünftel aller Überschuldeten unvernünftiges Konsumverhalten der Grund für die Notsituation ist? Zu wissen, wie schlimm die Lage wirklich ist, verraten Ihnen Selbstauskunft und Score als ersten Schritt. Der zweite heißt eventuell Verbraucherinsolvenz - und führt in die Schuldnerberatung. Nachdem viele Schuldner während des Lockdowns zunächst abwarteten, hat jetzt ein starker Run auf die Beratungsstellen und ihre Online-Angebote eingesetzt. Machen auch Sie reinen Tisch - jetzt.

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